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Befreiung wichtiger Erfolg für konservative Regierung in Kolumbien

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Befreiung wichtiger Erfolg für konservative Regierung in Kolumbien

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Die Befreiung ist ein wichtiger Erfolg für die konservative Regierung Alvaro Uribes. Seit seinem Amtsantritt 2002 bekämpfte er die linken FARC-Rebellen unermüdlich. Uribe ging mit der Befreiung aber auch ein hohes Risiko ein. Denn wären die Geiseln dabei zu Tode gekommen, wären auch seine Tage an der Spitze des Staates gezählt gewesen. Verhandlungen über den Austausch von Geiseln gegen Häftlinge hatte er stets strikt abgelehnt. Die Rebellen waren zuletzt nur noch vor dem immer stärker werdenden Militär auf der Flucht und sie mussten empfindliche Verluste hinnehmen: Im März verloren sie ihren Gründer Manuel Marulanda. Nach FARC-Angaben starb er an einem Herzinfarkt. Kurz zuvor war sein informeller Stellvertreter Raul Reyes getötet worden.

Neuer Anführer wurde Alfonso Cano. Politische Beobachter gingen davon aus, dass er an Verhandlungen mit den Regierungen und langfristig an Frieden eher interessiert war als Marulanda. Die Zahl der Guerilleros soll von früher 18.000 auf inzwischen unter 10.000 gefallen sein.