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Betancourt ist frei: "Ich danke Gott und der Mutter Maria."

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Betancourt ist frei: "Ich danke Gott und der Mutter Maria."

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Die frühere kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt ist nach fast sechseinhalb Jahren Geiselhaft bei den linken FARC-Rebellen von der kolumbianischen Armee befreit worden. Insgesamt kamen 15 Menschen frei – neben Betancourt noch drei US-
Amerikaner und elf weitere Geiseln. Die Befreiung gelang mit einem Trick, den der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Manuel Santos so erklärte: Die Rebellen hätten ihre im Südwesten des Landes festgehaltenen Geiseln in einem gemieteten zivilen Hubschrauber transportieren wollen. Tatsächlich habe es sich aber um eine Maschine der Streitkräfte gehandelt. “Es wurde nicht ein Schuss abgegeben und die Ex-Geiseln sind in guter Verfassung”, sagte Santos.

Außerdem seien zwei Rebellen, darunter der Chef der Geiselbewacher mit dem Kampfnamen “César”, festgenommen worden. Für politische Beobachter in der Hauptstadt Bogota war es der bisher schwerste Schlag der Regierung des konservativen Präsidenten Alvaro Uribe gegen die FARC. Uribe hatte immer eine Politik der Härte gegenüber den Rebellen verfolgt.

Ingrid Betancourt dankte Gott, der Mutter Maria und ihrer Mutter. Sie dankte auch der kolumbianischen Armee, den mutigen Soldaten, die sie befreit hätten und dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe sowie Frankreich und allen, die sie nicht vergessen hätten.

Nun haben die FARC kaum noch Geiseln von politischer Bedeutung, die sie wie gefordert gegen etwa 500 inhaftierte Guerilleros eintauschen könnten.

Uribe hatte die kolumbianischen Streitkräfte im Kampf gegen die FARC mit Milliardenhilfe der USA kontinuierlich aufgerüstet.