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Die Befreiung Betancourts ist ein Erfolg der Politik Uribes

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Die Befreiung Betancourts ist ein Erfolg der Politik Uribes

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Selbst diese gute Nachricht brachte den konservativen Staatschef Alvaro Uribe, der bei seinen öffentlichen Auftritten immer sehr ernst ist, nicht zu einem freundlichen Lächeln. Obwohl die Befreiungsaktion sein größter Sieg gegen die FARC ist. “Diese Nachricht ist auch für Frankreich, für Europa gut, die Ingrid Betancourt in all den Jahren keinen Augenblick vergessen haben”, so Uribe bei einer Pressekonferenz. Sicherheit und vor allem der Kampf gegen die FARC-Rebellen standen von Anfang an im Mittelpunkt seiner Politik. Der Unterstützung seiner Landsleute konnte er sich sicher sein, die nicht mehr davon zu überzeugen waren, dass die FARC verhandlungsbereit war. Uribe blieb bei der harten Linie der kolumbianischen Armee. Als der Staatschef im Januar zu Besuch in Europa war, zeigte er sich in einem Gespräch mit EuroNews davon überzeugt, dass seine Politik der “demokratischen Sicherheit” Früchte tragen werde. “Meine Regierung hat den Weg frei gemacht für das, was wir eine Politik der demokratischen Sicherheit bezeichnen. Sie stärkt den Staat und hat Erfolg: Wir haben die Morde um die Hälfte reduziert. Noch ist aber viel zu tun…”

Der Erfolg der Aktion mit dem Code-Namen “Jaque” stärkt die Position Uribes, nicht zuletzt gegenüber jenen, die sich aus humanitären Gründen für Verhandlungen mit der FARC, mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens ausgesprochen haben. Insbesondere die Familien der Geiseln hatten sich immer wieder dafür stark gemacht, aus Angst dass eine gewaltsame Befreiung zu riskant sei. “Angesichts des Zustandes meiner Tochter bitte ich den Präsidenten keine voreilige Entscheidung zu treffen”, so die Mutter Ingrid Betancourts. “Ich bitte ihn, uns zu helfen, auf den ehrgeizigen Plan eines gewaltsamen Eingriffs zu verzichten, jeden Hass abzulegen und die Vermittlungsbemühungen des Präsidenten Chavez zu akzeptieren.” Uribe hat sich auch gegenüber den selbsternannten Vermittlern durchgesetzt. Das gilt auch für Frankreich, das keine Mühe gescheut hat, um sich mit dem Lorbeer einer Befreiung kränzen zu können. Und es gilt vor allem gegenüber dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez. Anfang des Jahres hatte er die Freilassung von sechs Geiseln erreicht, sich jedoch nach einer Militäraktion Kolumbiens in Äquador mit Drohungen gegen Bogota nicht zurückgehalten.