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EU-Agrarkommissarin will Hilfe zur Selbsthilfe für Hunger-Länder

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EU-Agrarkommissarin will Hilfe zur Selbsthilfe für Hunger-Länder

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Um den weltweiten Hunger zu bekämpfen, schlägt EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel ein Hilfsprogramm für Bauern in Entwicklungsländern vor. Es soll die Produktion von Nahrungsmitteln ankurbeln. Laut Welternährungsorganisation FAO besteht die offizielle Entwicklungshilfe nur noch zu drei Prozent aus Agrarmitteln. Vor 25 Jahren war der Anteil gut fünfmal so hoch.

Fischer-Boel: “Ich werde zusammen mit dem Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe einen Vorschlag präsentieren, der den am härtesten betroffenen Ländern auf lange Sicht helfen soll. Länder, die von Lebensmittelimporten abhängig sind, sollen Geld für Saaten und Dünger bekommen oder gleich direkt damit beliefert werden.”

Die Hilfe soll aus ungenutzten EU-Haushaltsmitteln finanziert werden. Der Vorschlag bedarf der Zustimmung der EU-Regierungen.

Weltweit hungern mehr als 850 Millionen Menschen, so die FAO, 50 Millionen mehr als vor einem Jahr. Um gagegen anyugehen, müsse die lebensmittelproduktion bis 2050 verdoppelt werden.

(Als Ursachen der Krise hat die FAO ausgemacht: Die steigende Nachfrage infolge des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums in Schwellenländern wie China oder Brasilien, eine Verdrängung der Nahrungsmittelproduktion durch den Anbau von Energiepflanzen für Biosprit sowie die Zunahme von Extremwetterlagen wie Überschwemmungen und Dürren.)