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Frankreich rechnet mit schwierigen EU-Klimaverhandlungen


Redaktion Brüssel

Frankreich rechnet mit schwierigen EU-Klimaverhandlungen

Frankreich rechnet mit schwierigen Verhandlungen über die ehrgeizigen EU-Klimaziele. Für drei Tage treffen sich die europäischen Umwelt- und Energieminister in Saint-Cloud bei Paris. Zentrales Thema: das angepeilte EU-Klima- und Energiepaket, das unter anderem einen deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien vorsieht.

Die EU will ihren Treibhausgasausstoß bis 2020 um ein Fünftel senken. Noch streiten die Mitgliedstaaten aber um die Lastenverteilung. Widerstand leisten vor allem die osteuropäischen Staaten: Sie wollen weniger strenge Auflagen, um ihr Wirtschaftswachstum nicht zu bremsen.

“Einfach wird das nicht”, schwante dem französischen Umweltminister Jean-Louis Borloo, Gastgeber des ersten Ministerrats unter französischem Vorsitz.

Borloo: “Das ist eine Premiere. Zum erstenmal beschliesst eine ganze Weltregion, ihre ökonomischen Grundlagen zu verändern, die Grundlagen ihrer Industrie, ihrer Energieversorgung. Das ist der Versuch, mit beiden Beinen in das neue Jahrhundert zu springen. Es ist ein Jahrhundert der Knappheit, der Knappheit an Naturprodukten, der Knappheit an biologischer Vielfalt, Knappheit an Sauerstoff ohne CO2, Knappheit an bestimmten Energieträgern.”

Die im März 2007 vereinbarten Klimaziele müssten bis Dezember umgesetzt werden, damit die EU nicht mit leeren Händen ins polnische Posen fahren muss. Dort tagen die Vertragsstaaten für ein neues Weltklima-Abkommen. Das neue Abkommen soll auf das Kyoto-Protokoll folgen, das 2012 ausläuft.

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