Eilmeldung

Eilmeldung

Geiselbefreiung großer Erfolg für kolumbianischen Präsidenten

Sie lesen gerade:

Geiselbefreiung großer Erfolg für kolumbianischen Präsidenten

Schriftgrösse Aa Aa

Nach ihrer Befreiung wurden Ingrid Betancourt und die anderen Geiseln in die kolumbianische Hauptstadt Bogota gebracht. Bei einer Begegnung mit Präsident Alvaro Uribe berichtete Betancourt über die Befreiung. Demnach war sie in ihrem Geiselversteck von dem Husarenstreich des Militärs völlig überrascht worden. Noch am Morgen hätte sie nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, nun hier mit allen diesen Menschen zu sein, sagte sie. Es sei ein Wunder.

Die Befreiung ist ein wichtiger Erfolg den konservativen Präsidenten. Ein spektakulärer Fehlschlag hätte ihn gewiss sein Amt gekostet. Seit seinem Amtsantritt 2002 bekämpft Alvaro Uribe die linken FARC-Rebellen, Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch lehnte er stets ab.

Trotz unserer Schwächen und unserer Grenzen werden wir nicht einen einzigen Tag diejenigen vergessen, die noch immer in Gefangenschaft sind, sagte Uribe und fügte hinzu, er verpflichte sich gegenüber den Angehörigen der Geiseln, sie nicht einen einzigen Augenblick zu vergessen, bis sie befreit sind.

Vor dem immer stärkeren Militär waren die Rebellen in letzter Zeit nur noch auf der Flucht: Im März starb ihr Gründer Manuel Marulanda; zuvor war sein inoffizieller Stellvertreter Raul Reyes getötet worden. Neuer Anführer wurde Alfonso Cano. Politische Beobachter gingen davon aus, dass er an Verhandlungen über eine friedliche Beendigung des Guerillakriegs eher interessiert war als Marulanda.