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Ingrid Betancour in spektakulärer Militäraktion aus Dschungelgefängnis befreit

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Ingrid Betancour in spektakulärer Militäraktion aus Dschungelgefängnis befreit

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Nach sechsjähriger Geiselhaft im Dschungel kam Ingrid Betancourt wieder in die Hauptstadt Bogota – an Bord einer Militärmaschine. In einer sspektakulären Militär-Aktion waren die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin und vierzehn weitere Geiseln aus der Gewalt der linken FARC-Guerilla befreit worden. Noch auf dem Flughafen bedankte sich Betancourt für die jahrelange weltweite Unterstützung und lobte den kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe.

In ihrem Kopf sei immer wieder ein Film abgelaufen mit den Fragen: Stand ich unter Druck? War ich hartnäckig? Heute, im Rückblick auf all die Jahre, könne sie sagen: Dies sei ihr Schicksal gewesen. Betancour sagte, sie spüre, dass sie all das tatsächlich erlebt habe; sie habe herausfinden müssen, was sie herausgefunden habe. Gemeinsam mit ihrer Mutter verharrte sie in stillem Gebet.

Wenige Stunden zuvor hatte eine Spezialeinheit des Militärs die Geiseln befreit – mit einer filmreifen List: Soldaten in Hubschraubern gaben sich als Rebellen aus und erklärten dem für die Geiseln zuständigen Guerillaführer, sie kämen im Auftrag des FARC-Chefs, um die Geiseln in ein anderes Lager zu bringen. Es fiel kein einziger Schuss.