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Ingrid Betancourt sieht nach Jahren Kinder wieder

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Ingrid Betancourt sieht nach Jahren Kinder wieder

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Nach Jahren ein Wiedersehen: Ingrid Betancourt, gerade erst befreit aus der Geiselhaft, umarmt ihre Kinder, die mit dem Flugzeug aus Paris gekommen sind.

Seit mehr als sechs Jahren war Betancourt eine Gefangene der FARC, der größten Rebellengruppe in Kolumbien – bis sie jetzt von der Armee in einer spektakulären, aber gänzlich unblutigen Aktion befreit wurde. Zur Zeit ihrer Entführung war sie Parlamentsabgeordnete und im Wahlkampf um die Präsidentschaft.

Aus ihrer ersten Ehe hat sie auch einen französischen Pass; ihr früherer Ehemann lebt mit den beiden Kindern, Melanie und Lorenzo, in Paris. Nach Jahren der Trennung von den beiden sagt Ingrid Betancourt nun: “Ganz alleine sind sie aufgewachsen, mit der Angst um mich. Alleine haben sie gekämpft, alleine haben sie die Mittel gefunden, damit fertigzuwerden, ganz tief in ihrer Seele.”

Über ihre Bedenken spricht die Tochter: “Wir waren immer gegen einen Militäreinsatz”, sagt Mélanie; “wir hatten Angst, dass Blut fließen würde. Wir wollten unsere Mutter nicht in Gefahr bringen, und auch nicht die anderen, die zusammen mit ihr gefangen waren.”

Angesichts der gelungenen Befreiung dankt Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner nun aber Álvaro Uribe, Kolumbiens Staatspräsident, ebenso wie dem kolumbianischen Volk und allen, die für die Befreiung von Ingrid Betancourt gekämpft hätten.

Zusammen wird die nun wiedervereinte Familie jetzt auch wieder zurückfliegen: Freitagnachmittag werden Ingrid Betancourt und ihre Kinder in Paris erwartet.