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Betancourt ruft FARC-Rebellen zur Freilassung der verbleibenden Geiseln auf

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Betancourt ruft FARC-Rebellen zur Freilassung der verbleibenden Geiseln auf

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Nach ihrer Befreiung aus der Geiselhaft hat Ingrid Betancourt davor gewarnt, die FARC-Rebellen zu unterschätzen. Die Organisation sei geschwächt, sagte sie, aber man dürfe nicht voreilig von ihrem Ende sprechen. Außerdem forderte Betancourt die Freilassung der anderen FARC-Geiseln. Die Befreiungsaktion sei eine Möglichkeit gewesen, meinte sie, denn die Positionen der Rebellen seien nicht verhandelbar. An die Organisation selbst appellierte sie, die rund 700 Geiseln, die sich noch in der Gewalt der Rebellen befinden, unverzüglich freizulassen. Die Guerilla habe nichts mehr zu verlieren, so Betancourt, denn sie habe schon alles verloren. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez bot seine Hilfe bei weiteren Befreiungsaktionen an. An die Rebellen richtete er den Appell, nochmals über Friedensverhandlungen nachzudenken.

Die kolumbianische Armee präsentierte unterdessen zwei gefangen genommene FARC-Mitglieder. Gerardo Antonio Aguila Ramírez alias “César” und Alexandro Farfan Suárez alias “Enrique Gafas” wurden in Handschellen vorgeführt. Fragen von Journalisten beantworteten beide nur mit eisigem Schweigen.