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Regierung in Zchinwali kündigt nach Gefechten Generalmobilmachung an

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Regierung in Zchinwali kündigt nach Gefechten Generalmobilmachung an

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Der Konflikt zwischen Georgien und der abtrünnigen Teilrepublik Südossetien eskaliert. Nach einem Angriff georgischer Truppen in der Nacht hat die international nicht anerkannte Regierung Südossetiens eine Generalmobilmachung angekündigt. Aus Georgien hieß es, die eigenen Truppen seien zuerst beschossen worden und hätten reagieren müssen.

Georgiens stellvertretender Verteidigungsminister Batu Kutelia bezeichnete die südossetische Vorgangsweise als kontraproduktiv und befürchtet eine Eskalation: Wenn Südossetien zusätzliche Truppen in die Konfliktzone schicke, würde nicht nur Georgien, sondern auch die Internationale Gemeinschaft dies als Provokation betrachten und entsprechend reagieren. Auch Russland, das vor kurzem ankündigte, die Kooperation mit Abchasien und Südossetien zu vertiefen, schaltete sich ein: Georgien habe einen Akt der Aggression gesetzt, hieß es aus Moskau und: Die russischen Truppen in Südossetien könnten notfalls verstärkt werden.

Bei den Gefechten waren drei Menschen getötet und mindestens zehn verletzt worden. Aus Südossetien hieß es, Georgien habe die Teilrepublik von drei Seiten aus mit Granatwerfern beschossen und in der Hauptstadt Zchinwali auch Schusswaffen eingesetzt.