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Ingrid Betancourt in Freiheit: Plakat an Pariser Rathaus entfernt

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Ingrid Betancourt in Freiheit: Plakat an Pariser Rathaus entfernt

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In Paris hat die aus der Geiselhaft der FARC-Rebellen freigekommene ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt symbolisch ein Plakat von der Fassade des Rathauses der französischen Hauptstadt entfernt. Es war kurz nach der Entführung Betancourts im Jahr 2002 am Rathaus angebracht worden. Auf ihm wurden die Freilassung Betancourts gefordert und die Tage ihrer Geiselhaft gezählt.

Betancourt bedankte sich zunächst bei Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für ihre Freilassung. Frankreich habe vor allem dazu beigetragen, dass das kolumbianische Militär auf eine gewaltsame Befreiung verzichtet habe. Auf Berichte über eine inszenierte Befreiung und eine hohe Lösegeldzahlung reagierte Betancourt skeptisch: “Das, was ich miterlebt habe, kann keine Inszenierung gewesen sein. Diese Momente haben sich zu einer Ewigkeit ausgedehnt. Das war sehr anstrengend. Einige meiner Kameraden wollten zunächst nicht in den Helikopter einsteigen.”

Betancourt berichtete, sie sei etwa drei Jahre lang rund um die Uhr angekettet gewesen und “wie ein Hund” behandelt worden. Sie appellierte an die FARC-Rebellen, ihre Verbrechen zu beenden und sich nicht weiter vorzumachen, dass sie für das Wohl Kolumbiens kämpften.