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Kolumbien zeigt dramatische Bilder von der Befreiung Ingrid Betancourts

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Kolumbien zeigt dramatische Bilder von der Befreiung Ingrid Betancourts

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Mit der Veröffentlichung eines Videos wehrt sich die kolumbianische Regierung gegen Vorwürfe, die Befreiungsaktion von Ingrid Betancourt und anderen FARC-Geiseln sei bloß inszeniert gewesen. Die Aufnahmen stammen nach offiziellen Angaben von Geheimdienstmitarbeitern, die sich als Journalisten ausgegeben hatten. Medienberichte, wonach ein hohes Lösegeld an die Entführer bezahlt worden sei, wiesen Kolumbiens Armeechef Mario Montoya und Verteidigungsminister Juan Manuel Santos zurück. Laut Santos hatte die kolumbianische Regierung auch nicht für Informationen bezahlt, obwohl dies durchaus üblich sei. Man habe mehrere Millionen Dollar für alle möglichen Informationen bezahlt, so Santos, allerdings nicht in diesem Fall.

Ingrid Betancourt, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde in Paris von einer begeisterten Menschenmenge empfangen. Spekulationen über eine mögliche politische Zukunft kommentierte die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin nicht – aber sie war ganz Politikerin, als sie symbolisch ihr Porträt vom Pariser Rathaus entfernte. Beobachter halten es für möglich, dass sie erneut in Kolumbien für das Präsidentenamt kandidieren wird.