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Beim G8-Gipfel in Japan wird Sicherheit groß geschrieben

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Beim G8-Gipfel in Japan wird Sicherheit groß geschrieben

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Die japanische Insel Hokkaido befindet sich im gipfelbedingten Ausnahmezustand. Mehr als 20.000 Polizisten sind im Einsatz, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Über dem Tagungshotel “Windsor” kreisen Hubschrauber, auf den Straßen werden Gäste wie Einheimische gründlich kontrolliert. Viele Japaner beklagen die damit einhergehenden Behinderungen. “Der Verkehr ist schlimm”, beschwert sich ein Autofahrer, “und das schon seit ein paar Wochen.”

Dabei hatte sich Hokkaido gar nicht um den Gipfel beworben und fast waren die örtlichen Behörden erschrocken, als Toyako wegen seiner Abgeschiedenheit zum Tagungsort erklärt wurde. Die G8-Gegner schreckt die weite Anreise aber nicht ab. In Sapporo versammelten sich am Wochenende erneut Hunderte Menschen. Auf Transparenten und Luftballons wurden dabei Themen aufgelistet, die auf dem Gipfel behandelt werden sollten. “Wir haben eine Internet-Umfrage durchgeführt”, erklärt Ciara O’Sullivan, Sprecherin der Initiative “Global Call To Action Against Poverty”. “Dabei haben die Menschen mehr Geld für Ausbildung und Gesundheit gefordert, für Maßnahmen gegen den Klimawandel und für Entwicklungshilfe.” Insgesamt erwarten die Organisatoren rund 20.000 politische Aktivisten. Ihnen wurden fünf Zeltplätze in sicherem Abstand zugewiesen: 20 Kilometer vom Gipfelhotel entfernt.