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Gammelkäse-Skandal weitet sich aus - Keine Gefahr für Verbraucher

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Gammelkäse-Skandal weitet sich aus - Keine Gefahr für Verbraucher

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Im italienischen Gammelkäse-Skandal gehen die Behörden davon aus, dass es keine aktuelle Gefährdung der Verbaucher gibt. Während in Italien die Ermittlungen offenbar weit fortgeschritten sind, teilte das bayerische Verbraucherschutzministerium in München mit, eine mögliche Verbindung zu einem Schmelzkäse-Produzenten im Allgäu sei noch unklar.

Der Betrieb in Woringen sei am Freitag gesperrt und eingehend geprüft worden, die Ergebnisse würden ausgewertet. Ein Polizeisprecher erklärte, die Behörde habe erst am Freitagnachmittag durch die Presse von einer möglichen Verwicklung des Betriebs in den Käseskandal erfahren.

Die römische Zeitung “La Repubblica” hatte den Fall am Freitag publik gemacht. Eine Bande um einen Sizilianer hatte demnach Käseabfälle übelster Art so aufbereitet, dass er als Frischekäse weiterverkauft werden konnte. Insgesamt 11 000 Tonnen Abfall sollen auf diese Weise als Käse in den Handel gelangt sein.

Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, die Ermittlungen seien vor gut zwei Jahren aufgenommen worden; ein Jahr später sei ein Betrieb in der Lombardei gesperrt worden. Nach dem italienischen Pressebericht hatte die Täter mit dem Recycling der Käseabfälle, die höchstens noch zu Tierfutter verarbeitet werden sollten, Millionen Euro verdient.