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Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Islamabad

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Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Islamabad

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Ein Jahr nach dem Sturm auf die Rote Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind bei einem Anschlag auf eine Polizeistation mindestens 10 Menschen getötet worden, die meisten davon Polizisten. Pakistanische Medien sprachen sogar von rund zwanzig Toten und mehr als 40 Verletzten. Offenbar hatte sich ein Selbstmordattentäter in unmittelbarer Nähe der Polizeistation in die Luft gesprengt. Einem Sprecher zufolge hatte ein junger Mann eine Bombe, die er mit sich trug, gezündet.

Die Explosion ereignete sich am Ende einer Demonstration radikaler Islamisten, etwa 200 Meter von der Roten Moschee entfernt. Mehr als 12.000 Menschen hatten dort friedlich gegen den Sturm auf das Gotteshaus vor einem Jahr protestiert. Tausende Polizisten waren zum Schutz der Kundgebung im Einsatz gewesen.

In Sprechchören hatten die Demonstranten Vergeltung für die Erstürmuung der roten Moschee am 10. Juli vergangenen Jahres gefordert. Präsident Pervez Musharraf hatte die Militäraktion angeordnet, nachdem radikale Islamisten sich eine Woche lang in Gotteshaus verschanzt hatten. Damals waren mehr 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach der Militäraktion gegen die Islamisten in der Roten Moschee hatte sich die Sicherheitslage in Pakistan massiv verschärft.