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Afrika: Die Probleme des Kontinents

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Afrika: Die Probleme des Kontinents

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Afirka ist sauer. Mehrere afrikanische Staaten haben an die Teilnehmer des G-8 Gipfels appelliert, ihre Versprechen im Kampf gegen Hunger und Armut einzuhalten. Sie pochen auf Milliarden-Zusagen der Industriestaaten. Die Versprechen früherer Gipfel müssten endlich umgesetzt werden.
So hätten sich die großen Nationen verpflichtet die Entwicklungshilfe zu erhöhen. Ein Unterstützer Afrikas ist Weltbankpräsident Robert Zoellick: “Wie wir auf die Gefahren der rapide zunehmenden Benzin- und Lebensmittelpreise reagieren, wird ein Test sein, ein Test, wie die globale Welt den Schwächsten hilft.”

Afrika leidet besonders unter der Preisexplosion bei Rohöl und Nahrungsmitteln. Zwar konnte der Kontinent die Produktion seiner landwirtschaftlichen Erzeugnisse erhöhen, trifft aber auf abgeschottete Weltmärkte – trotz einer immer grösseren Nachfrage. So gingen afrikanische Agrar-Exporte im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte stetig zurück, bei Milchprodukten bespielsweise um 90 Prozent. Als Grund nennen Experten den Protektionismus und die Subventionen der Industriestaaten. Die Europäische Union macht da keine Ausnahme.

Im Agrarbereich leidet Afrika also an den internationalen Handelsstrukturen, die damit die normalen Gesetze des Marktes ausser Kraft setzen.
Eine Herausforderung, der sich der G8-Gipfel erst noch stellen muss.