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Kaum Ergebnisse für Afrika auf dem G8-Gipfel

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Kaum Ergebnisse für Afrika auf dem G8-Gipfel

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Die Probleme Afrikas, darum ging es am ersten Tag des G8-Gipfels auf der japanischen Insel Hokkaido. Die Staats- und Regierungschefs der 7 führenden Industrienationen und Russlands hatten dazu ihre Kollegen aus mehreren afrikanischen Ländern geladen – und die übten heftige Kritik: Weniger als ein Viertel der auf vorherigen Gipfeln zugesagten Hilfe sei bisher ausgezahlt worden, und diesmal gebe es überhaupt keine konkreten Zusagen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso versuchte die Stimmung zu retten: “Ich möchte, dass politische Führer nicht mehr sagen: ‘ich tue nichts, solange die anderen nichts tun’. Wir müssen diese Logik umdrehen und sagen: ‘wir machen das jetzt’. Und genau dazu gibt uns dieser Gipfel Gelegenheit.”

Auf der Veranstaltung kamen auch der neue russische Präsident Dimitri Medvedev und der britische Premierminister Gordon Brown das erste Mal zusammen. Die Beziehungen beider Länder sind seit Monaten auf einem Tiefpunkt; und auch das Treffen zwischen den beiden Politikern führte zu keiner Verbesserung des Klimas. G8-Gegner versuchten am Austragungsort zu demonstrieren – doch hielt die Polizei sie davon ab. Unter den Demonstranten waren auch Mitglieder von Hilfsorganisationen, die den Gipfel-Teilnehmern vorwarfen, die Probleme Afrikas zu vernachlässigen.