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Schwerster Anschlag seit langem in Kabul

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Schwerster Anschlag seit langem in Kabul

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Mehr als vierzig Menschen sind bei einem Anschlag in Kabul getötet worden. Damit war es in der afghanischen Hauptstadt der schwerste Anschlag seit Beginn des Kriegs gegen die Talibanregierung 2001.

Der Attentäter zündete seine Autobombe vor der indischen Botschaft. Unter den Toten waren auch zwei hohe indische Diplomaten. Vor allem traf die Explosion aber die Menschen, die vor dem Gebäude nach Reisevisa anstanden, sowie andere auf einem benachbarten Markt.

Afghanistans Regierung spricht von einer Verbindung
zu Geheimdienstkreisen aus Nachbarländern. Pakistan wird dabei nicht ausdrücklich genannt; die Regierung hat das Nachbarland aber in letzter Zeit mehrfach für Anschläge verantwortlich gemacht. Ein Vorwurf lautet dabei, dass Pakistan eine afghanische Annäherung an Indien verhindern wolle.
Indien finanziert dort mehrere große Aufbauvorhaben.

Pakistan bestreitet den Vorwurf aber und verurteilt den Anschlag von Kabul. Nach einem ersten Bekenntnis leugnen inzwischen auch die Aufständischen der Taliban eine Beteiligung. Das war in der Vergangenheit öfter der Fall, wenn bei einem Anschlag viele Zivilisten ums Leben kamen.