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Verkehrschaos in Italien

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Verkehrschaos in Italien

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Nicht nur die U-Bahn-Tore bleiben heute in Italien zu: Im ganzen Land legt ein Streik den Verkehr lahm, betroffen sind auch Züge und Busse. Die Gewerkschaften sprachen von einem Erfolg: Zu Mittag hatten über 80 Prozent der Angestellte im öffentlichen Nah- und Fernverkehr die Arbeit niedergelegt – und im ganzen Land hieß es: Geduld zeigen und ausharren – und das betraf auch die Touristen. Emma aus Madrid wusste nichts vom Streik und hatte vergeblich auf die U-Bahn gewartet. Nun möchte sie den Bus zum Peters-Dom nehmen – aber auch das könnte schwierig werden.

Die Gewerkschaften wollen mit ihrem Streik einen einheitlichen Arbeitsvertrag für die Beschäftigten im gesamten öffentlichen Personenverkehr durchsetzen. Viele Italiener sehen die Aktion mit zwiespältigen Gefühlen: Einerseits Verständnis, andererseits muss man jetzt den ganzen Tag laufen.

Die Eisenbahner hatten bereits am Vorabend die Arbeit niedergelegt. Vor allem im Regionalverkehr kam es vielenorts bereits in der Nacht zu Ausfällen. Voraussichtlich war der Streik nur der erste einer ganzen Reihe, die Italien in den kommenden Monaten erwartet. Ende Juli wollen die Flughafenmitarbeiter ihre Arbeit ruhen lassen.