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Klimaschutzbeschluss der G-8 umstritten

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Klimaschutzbeschluss der G-8 umstritten

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Die großen Acht pflanzen erst einmal kleine Bäumchen: Für manche ist das auch schon der einzige handfeste Beitrag des G-8-Gipfels zum Klimaschutz.

Ansonsten haben die G-8, also sieben westliche Industrieländer und Russland, erst einmal das Ziel 2050 ausgegeben. Sie wollen nun eine Vereinbarung anstreben, die festlegen würde, dass bis dahin der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen halbiert würde. Die zunehmende Konzentration dieser Treibhausgase in der Atmosphäre ist der Auslöser für die Erderwärmung.

Die G-8 hoben bei ihrem Treffen in Japan aber auch hervor, dass sie dieses Ziel nicht allein erreichen könnten – ein Hinweis an die so genannten Schwellenländer, also Länder wie China, Indien oder Brasilien. Dieser Hinweis war eine
Hauptforderung der USA, die jede Vereinbarung ohne Schwellenländer für sinnlos halten.

Diese Länder, die mehr als vierzig Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, kommen am Mittwoch zum Gipfel dazu. Schon vorher haben sie aber in einer gemeinsamen Erklärung klargemacht, dass sie ihrerseits die Hauptverantwortung bei den G-8 sehen. Von ihnen verlangen sie deshalb eine weit drastischere Senkung des Treibhausgasausstoßes als jetzt in Aussicht gestellt – wenn schon erst bis 2050, dann nicht nur um die Hälfte, sondern gleich um 80 bis 95 Prozent.

Umweltschützer sind mit den G-8-Beschlüssen erst recht unzufrieden; schon wegen der langen Frist bis zum Jahr 2050 – auch wenn die Gipfelteilnehmer noch Zwischenziele festlegen wollen. Dazu kommt, dass die G-8-Erklärung offen lässt, welches Jahr für die geplante Halbierung des Treibhausgasausstoßes
denn eigentlich die Grundlage bilden soll.