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Georgien und Südossetien bereiten sich auf Militärkonflikt vor - Rice rügt Moskau

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Georgien und Südossetien bereiten sich auf Militärkonflikt vor - Rice rügt Moskau

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Die Spannungen zwischen Georgien und seinen abtrünnigen Regionen nehmen zu. Kurz vor der Ankunft von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Tiflis berichteten russische Medien, Georgien und Südossetien bereiteten sich auf einen Krieg vor – beide Seiten hätten bereits damit begonnen, Kinder aus der Region in Sicherheit zu bringen. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili sagte vor dem nationalen Sicherheitsrat, der Besuch von Rice sei ein wichtiger Teil der Bemühungen, die territoriale Integrität des Landes zu bewahren. Für die derzeitige Krise macht Saakaschwili vor allem Russland verantwortlich, das die Provinzen Abchasien und Südossetien in ihren Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt. Auch Rice warf Moskau vor, die Spannungen in der Region verschärft zu haben.

Der Journalist Fjodor Lukjanow analysiert die schwierige Lage. “Es sieht so aus, als wollte Georgien die USA davon überzeugen, dass nur eine rasche Annäherung an die NATO die Situation stabilisieren könne”, meint er. “Russland sieht das anders. Je schneller sich Georgien auf die NATO zubewegt, desto wahrscheinlicher wird es, dass Russland die Unabhängigkeit Abchasiens anerkennt.” Auch dort wird der Konflikt schärfer. Bei einem Bombenanschlag in der abchasischen Stadt Gali wurden am Sonntag vier Menschen getötet, darunter der Sicherheitschef von Gali und ein UN-Mitarbeiter. Abchasien wirft Tiflis vor, Terroranschläge zu verüben, um russische Touristen abzuschrecken.