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Kritik an Klimaschutzbeschlüssen von Tokayo

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Kritik an Klimaschutzbeschlüssen von Tokayo

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Für die Klimaschutz-Beschlüsse der G8 auf dem zuendegegangenen Gipfel im nordjapanischen Tokayo hagelt es Kritik. Die Gruppe der wichtigsten Schwellenländer, deren Vertreter am Schlußtag zu den Beratungen zugezogen wurden, will die Halbierung der Treibhausgase bis 2050 nicht mittragen.

Ungeachtet aller Kritik würdigte US-Präsident George W. Bush die Beschlüsse des Gipfels als “sehr produktiv”. “Wir wollten Fortschritte auf fünf Feldern erreichen: Klimawandel, Doha-Runde, Seuchenbekämpfung in Afrika, Einhaltung der Verpflichtungen der G8 und die Herausforderung durch hohe Lebensmittel und Energiepreise. Wir waren überall erfolgreich – und das sollten Sie auch berichten!” forderte Bush die Journalisten auf.

Umweltschutzorganisationen kritisierten die Beschlüsse als unzureichend, positiv sei aber, daß die wichtigsten Schwellenländer einbezogen wurden.

“Die gute Nachricht ist, daß Brasilien, Indien, China, Mexiko und Südafrika als Antwort auf die Schwäche der G8 eine gemeinsame Position entwickelt haben”, sagte Alden Mayer von der Union of Concerned Scientist.

Als Reaktion auf die hohen Ölpreise sollen der Internationale Währungsfonds und die Weltbank beauftragt werden, Instrumente zu erarbeiten, wie
Nachfrage und Angebot besser zusammengebracht werden können.