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Spannung im EP vor Sarkozys Antrittsrede.

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Spannung im EP vor Sarkozys Antrittsrede.

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Scharf weht der Wind vor und im Europäischen Parlament in Straßburg. Am Donnerstag wird Nicolas Sarkozy als EU-Ratspräsident seine Antrittsrede vor den Abgeordneten halten, sein angekündigtes ehrgeiziges Programm für Europa präsentieren. Sechs Monate hat “Speedy Sarko” Zeit es durchzusetzen. Der Chef der europäischen Sozialisten, Martin Schulz sagt schon mal, was so gar nicht geht: “Ich erwarte deshalb, daß er hier nicht französische Politik nach UMP-Methode macht, sondern europäische Politik. Dann kommen wir gut miteinander aus. Aber wenn wir einen Präsidenten erleben, der sich in den Dienst der EU stellt, o.k. Aber wenn er versucht die EU in den Dienst von Nicolas Sarkozy zu stellen, dann gibt es Krach”.
Versöhnlicher klingt das beim Chef der europäischen Konservativen Joseph Daul, der an die Ratspräsidentschaft von Nicolas Sarkozy große Hoffnungen hegt. Die weltweiten Probleme, die alle Menschen angehen, stehen für ihn im Vordergrund.
“ Bei den Energiefragen, dem Klima und dem Terrorismus müssen wir weiter vorankommen. Zwei weitere Themen muß der Präsident ebenfalls auf die Tagesordnung setzen. Die weltweite Nahrungsmittelkrise. Und was für unsere Bürger immer wichtiger wird, die Frage der Sicherheit. Wir wollen keinen Krieg wie manche sagen, wir wollen den Frieden sichern.”
Das wollen alle. Und vor allem die Chinesen. Und wie Sarkozy mit der Opposition dort umgeht, dafür hat der ex-Revoluzzer Daniel Cohn-Bendit nur noch Spott übrig. “ Alles ist in China in Ordnung. Prügelt nur weiter, sagt Sarko.”
Keine einfache Aufgabe für den französischen Präsidenten und EU-Ratsvorsitzenden, sich bei den Europaabgeordneten den nötigen Respekt zu verschaffen.