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US-Außenministerin Rice beginnt Besuch in Georgien

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US-Außenministerin Rice beginnt Besuch in Georgien

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US-Außenministerin Condoleezza Rice ist am Abend in Georgien eingetroffen. Sie wurde vom georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili in Tiflis empfangen. Nach einem Blick auf die Stadt sollte es dann um die Krise in den von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien gehen. Vor allem die Georgier haben die Hoffnung, dass der Besuch zur Entspannung der Lage beitragen kann.

Für die derzeitige Krise macht Georgien vor allem Russland verantwortlich, das die Provinzen Abchasien und Südossetien in ihren Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt. Die USA sind dafür, die russischen Friedenssoldaten in den Provinzen durch internationale Polizeieinheiten zu ersetzen.

Im georgischen Außenministerium glaubt man an eine Lösung des Konflikts mit Hilfe aus dem Ausland. Außenministerin Ekaterine Tkeshelashvili sagte: “Immer wenn die diplomatischen Bemühungen zu einem Wechsel im Friedensprozess führen könnten, macht Russland etwas, was das Ganze in Gefahr bringt. Ich denke, wir sollten uns gemeinsam mit der Internationalen Gemeinschaft bemühen, dieses Verhalten der russischen Seite zu stoppen.”

Trotz Protesten vor der russischen Botschaft, ein Einlenken Moskaus ist eher unwahrscheinlich, meinen Experten. Russland kritisierte dann auch den Besuch von Condoleezza Rice. Washington ignoriere die zugespitzte Lage, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums. Auch Georgiens Streben nach einer Aufnahme in die Nato wird in Russland nicht gerne gesehen.