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Großbritannien entschädigt irakische Folteropfer

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Großbritannien entschädigt irakische Folteropfer

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Großbritannien könnte vor Millionenzahlungen an irakische Folteropfer stehen. Das britische Verteidigungsministerium verpflichtete sich zur Zahlung von umgerechnet mehr als 3,5 Millionen Euro an neun angeblich gefolterte Gefangene sowie die Familie von Baha Mousa. Der 26-jährige Hotelangestellte war 2003 zu Tode geprügelt worden.

Die Soldaten hatten in einem Hotel in Basra Waffen und angebliches Material zum Bombenbau gefunden. Mehr als 36 Stunden lang wurden die Gefangenen verhört, geschlagen und missbraucht. Mousas Leiche wies fast 100 Verletzungen auf.

Das Verteidigungsministerium verurteilte die Taten einer so wörtlich “sehr kleinen Minderheit” der Truppen. Ein geständiger Soldat wurde von einem Militärgericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Sechs weitere wurden freigesprochen.

Auf die Entschädigungszahlung hatten sich die Parteien außergerichtlich geeinigt. Britische Zeitungen befürchten nun eine Welle weiterer Fälle.