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Israels Regierungschef Olmert erneut verhört

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Israels Regierungschef Olmert erneut verhört

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Zum dritten Mal hat die Polizei den israelischen Regierungschef Ehud Olmert verhört. Dabei geht es um Vorwürfe in einer möglichen Spendenaffäre, vor allem aus Olmerts Zeit als Oberbürgermeister von Jerusalem.

Ein amerikanischer Geschäftsmann und Spendensammler hat ausgesagt, er habe Olmert damals über die Jahre 150-tausend Dollar übergeben; zum Teil als Kredite, die aber nie zurückgezahlt wurden.

Die Ermittler werfen Olmert nach der erneuten Vernehmung nun schweren Betrug vor. Dazu kommt jetzt noch der neue Vorwurf, er habe Reisespesen mehrfach abgerechnet.

Olmert bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer politischen Kampagne. Der Unternehmer, Morris Talansky, soll ab nächster Woche von einem Gericht in Jerusalem ausführlich befragt werden.

Von dieser Befragung könnte Olmerts weiteres Schicksal abhängen. Gegen ihn laufen auch noch weitere Untersuchungen wegen Korruptionsvorwürfen.

Sein größter Koalitionspartner in der Regierung hat sich von ihm distanziert und verlangt, dass Olmert zunächst als Chef seiner Kadima-Partei zurücktritt. Olmert selbst will auch als Regierungschef aufhören, sollte es zu einer Anklage kommen.