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Kosovo hofft auf Milliardenhilfe bei Brüsseler Konferenz

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Kosovo hofft auf Milliardenhilfe bei Brüsseler Konferenz

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Die Europäische Union will dem Kosovo mit einer halbe Milliarde Euro unter die Arme greifen. Das kündigte die EU-Kommission im Vorfeld der Brüsseler Geberkonferenz an. Bis zu eineinhalb Milliarden Euro, hofft die kosovarische Regierung, könnten westliche Staaten, Finanzinstitute und UN-Agenturen insgesamt zusagen.

Zudem hofft Ministerpräsident Hashim Thaci auf baldige Aufnahme in den Internationalen Währungsfond und die Weltbank. In Brüssel bat er nicht nur um Geld, sondern auch um Vertrauen. Die Geber mögen nicht auf die Fehler der Vergangenheit schauen, sondern auf das wirtschaftliche Potential, um das Leben der Menschen zum Besseren zu wenden.

Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar bleiben die Investoren aus. Bislang haben 43 Staaten das Kosovo anerkannt, darunter 20 EU-Mitglieder.

Der jüngste europäische Staat hängt fast vollständig von Auslandshilfen ab. Jeder dritte der zwei Millionen Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Bei einer Rekordarbeitslosigkeit floriert die Kriminalität.

Die USA sagten umgerechnet 250 Millionen Euro zu. Deutschland ist mit 100 versprochenen Millionen das zweitgrößte Geberland.