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Nach der Geberkonferenz: Kosovo muss wirtschaftlich bei Null anfangen

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Nach der Geberkonferenz: Kosovo muss wirtschaftlich bei Null anfangen

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Das Geld der Geber soll in eine Volkswirtschaft fliessen, die praktisch noch nicht existiert. Das Kosovo fängt bei Null an. So ziemlich alles muss aus dem Boden gestampft werden. Zugleich steht dem Land ein vermutlich langer Kampf gegen die Korruption mit ihren mafia-ähnlichen Strukturen bevor.

Keine leichte Aufgabe angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Misere. Etwa jeder Zweite ist arbeitslos und lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das Durchschnittseinkommen beträgt gerade einmal 240 Euro pro Monat.

Einer der Schwerpunkte ist die Schaffung einer Infrastruktur, die diesen Namen auch verdient. Schon zu jugoslawischen Zeiten wurden hier Strassen und Bahngeleise vernachlässigt, der Krieg erledigte dann den Rest.

Jetzt setzt der Wiederaufbau ein, wie Finanzminister Ahmet Shala erklärt. Was immer wir auch in den nächsten Jahren machen, so sagt er, wir können es nicht allein. Aber wir haben klare Zukunftsvorstellungen und politische Prioritäten.

Noch sind diese Projekte indes noch vage. Es soll aber schon gestiegenes Interesse von Investoren geben. Zu hoffen bleibt, dass von diesem Engagement eines Tages auch die Schwächsten der Gesellschaft profitieren.