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Russisch-georgische Spannungen verschärfen sich

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Russisch-georgische Spannungen verschärfen sich

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Noch wird der Konflikt um die abtrünnigen Gebiete Georgiens auf diplomatischer Ebene ausgetragen. Aber Russland droht nun auch mit militärischer Eskalation. Kurz nachdem die Streitkräfte demonstrativ zwei Kampfjets in den georgischen Luftraum haben fliegen lassen, hat Tiflis als Antwort seinen Botschafter aus Moskau abgezogen. Die georgische Außenministerin erklärt, dies sei das mindeste, das ihr Land tun könne. Die Aktionen der russischen Armee seien ganz klar ein Akt der Aggression.

Schon zuvor war in Moskau und Tiflis diplomatisch hoch gepokert worden: Der russische Außenminister Sergei Lawrow empfing den abchasischen Führer Sergei Bagapsch. Gleichzeitig besuchte US-Außenministerin Condoleezza Rice Georgien. Sie rief beide Länder zu einer friedlichen Lösung um die beiden nach Unabhängigkeit strebenden Gebiete auf, die Russland zu seiner Einflusszone rechnet.

Um diesen Anspruch auch militärisch zu unterstützen teilte ein Militärsprecher in Moskau mit, im Nordkaukasus würden bereits Einheiten dafür trainieren, im Ernstfall in den Konflikt einzugreifen. Die russische Militärdoktrin sieht den Schutz russischer Staatsbürger auch im Ausland vor, und viele Abchasen und Süd-Osetier aber haben einen russischen Pass.