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Mindestens 35 Todesopfer bei Flüchtlingsdramen vor Spaniens Küste


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Mindestens 35 Todesopfer bei Flüchtlingsdramen vor Spaniens Küste

Bei Flüchtlingsdramen vor der spanischen Küste sind in den vergangenen fünf Tagen mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden starben allein gestern sechs Einwanderer, als sie auf der Kanaren-Insel La Gomera eintrafen. Dort kam ein Boot mit 59 Afrikanern an. Sie berichteten, schon bei der zwei Wochen dauernden Überfahrt seien 15 von ihnen gestorben. Sie seien verdurstet und verhungert, ihre Leichen habe man ins Meer geworfen. Die Immigranten stammten aus Guinea-Bissau. Der stellvertretende Gouverneur von Tenneriffa sagte, während der Überfahrt seien Dutzende Menschen verschwunden. Die Überlebenden hätten von 70 unter ihnen gesprochen, die vermisst würden. Zuvor waren vor der Südküste Spaniens 14 Afrikaner ums Leben gekommen, darunter neun Kinder. Auch ihre Leichen wurden nach Berichten der Überlebenden ins Meer geworfen. Die Küstenwache hatte das Boot mit 34 Menschen an Bord in der Nacht zum Donnerstag vor Almeria aufgebracht. Das Drama der illegalen Einwanderung stand auch im Mittelpunkt eines Treffens des panischen Ministerpräsidenten José Luis Rodruigez Zapatero mit dem marokkanischen König Mohammed. Madrid will eine engere Zusammenarbeit mit Marokko im Kampf gegen Schlepperbanden.

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