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Mittelmeer-Union mit Assad aber ohne Gaddafi

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Mittelmeer-Union mit Assad aber ohne Gaddafi

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Paris bereitet sich auf die Gründung der Mittelmeer-Union vor. Beim morgigen Gipfel wollen die EU und die Nachbarn am südlichen Ufer den so genannten “Barcelona”-Prozess auf eine neue Grundlage stellen. Der Kreis der teilnehmenden Staaten wächst auf 44.

Für Präsident Nicolas Sarkozy ist die Mittelmeerunion ein Kernstück der französischen EU-Ratspräsidentschaft. Gemeinsam mit Ägyptens Präsident Husni Mubarak will er den Gründungsgipfel leiten – und offene Fragen klären, etwa nach dem Sitz des Sekretariats.

Der Gastgeber erhofft sich auch Impulse für den Frieden in Nahost. Syriens Präsident Baschar al-Assad wird in Paris erstmals den neuen Präsidenten des Libanon Michel Suleiman treffen. Dass Assad am Montag auch am Ehrendefilee zum Nationalfeiertag teilnehmen soll, stößt auf Kritik. Unvergessen ist der Anschlag auf ein Hotel in Beirut vor 25 Jahren, hinter dem Syrien steckte. Dabei starben 58 französische Soldaten.

Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi reist als einzig geladener Politiker nicht nach Paris – auch aus Protest gegen die Größe des Bündnisses. Gaddafi, aber auch Sarkozy hätten einen kleineren Teilnehmerkreis bevorzugt.