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Weiteres Opfer der US-Bankenkrise: Indymac unter staatlicher Kontrolle

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Weiteres Opfer der US-Bankenkrise: Indymac unter staatlicher Kontrolle

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Im Zuge der US-Immobilienkrise ist eine weitere Bank zusammengebrochen. Die Behörden übernahmen die Kontrolle über das Hypotheken- und Bausparinstitut IndyMac. Es ist bereits die fünfte US-Bankenpleite in diesem Jahr – und die schwerste seit 24 Jahren.

Indymac hatte erst vor Tagen angekündigt, die Hälfte der 7200 Mitarbeiter zu entlassen. Die staatliche Einlagensicherungsbehörde will nun versuchen, die Bank wieder auf Kurs und in private Hände zu bringen. Bis 100.000 Dollar seien die Einlagen pro Anleger abgedeckt, so ein Sprecher. Wer nicht mehr auf seinen Konten habe, für den bleibe alles wie gehabt.

Die Bausparkassen-Aufsicht gab dem demokratischen Senator Charles Schumer eine Mitschuld: Er hatte offen daran gezweifelt, dass die Bank die Immobilienkrise überleben könne. Ableger hoben daraufhin binnen elf Tagen umgerechnet mehr als 800 Millionen Euro ab und lösten so die Liquiditätskrise aus.