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Omar al Baschir - der "starke Mann" von Khartoum

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Omar al Baschir - der "starke Mann" von Khartoum

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Omar al-Baschir ist über den in Afrika nicht seltenen Weg eines Militärputsches am die Macht gekommen.
19 Jahre ist das nun her.
Seitdem hat sich der mittlerweile 64 Jahre alte Generalleutnant mittlels gewiefter Taktik an der Macht halten können.
1993 erklärte er sich selbst zum Präsidenten, ließ sich drei Jahre später durch Wahlen im Amt bestätigen.
Auch wenn die von massiven Betrugsvorwürfen begleitet waren.

Er herrscht über das größte Land auf dem afrikanischen Kontinent,
in dem seit fünf Jahren der Konflikt um Darfur zum Völkermord eskaliert

Ein Beispiel aus jüngerer Zeit ist das Dorf Seleia im Westen von Darfur..
Diese Bilder stammen vom Februar 2008.
Geschehen war “das Übliche”:
Die schwarz-afrikanische Bevölkerung wurde von regierungstreuen Milizen überfallen und niedergemetzelt.

Als die Blauhelm-Soldaten der Friedenstruppe UNAMID schließlich in Seleia ankamen, fanden sie nur noch 200 Überlebende vor.
25.000 Menschen hatten vorher an diesem Ort gelebt.
Laut Präsident al-Baschir gehe es “nur” um den traditionellen Konflikt zwischen seßhaften Bauern und nomadisierenden Viehzüchtern, der eben durch knapper werdende Weidegründe und Wasserreserven etwas schärfer ausfalle.

Verschwieden wird in Khartoum gern, daß die Regierung die marodierenden Milizen ausgerüstet und ausgebildet hat.
Auch die berüchtigten “Dschandschawid”, die arabischen Reitermilizen.

Sie hören auf die Befehle der arabisch-stämmigen Elite im Norden, die schon immer die Geschicke des Landes bestimmt hat.

Die Milizen vertreiben die seßhaften Bauern aus ihren Dörfern. Hilfsorganisation sprechen bereits von 2,4 Millionen Flüchtlingen, die aber auch in den Lagern nicht sicher sind vor ihren Peinigern.

All das dient dem Machterhalt des Präsidenten in fernen Khartoum.
Zwei Jahre lang hat er die Vereinten Nationen hinhalten können, ehe die ernst machten mit ihrer Friedenstruppe.
Die hat aber noch nicht einmal die Hälfte ihrer Soll-Stärke von 26.000 Mann erreicht.

Es fehlt auch an Technik und Logistik, die die westlichen Länder zu liefern versprochen haben.
Omar al Baschir hatte gedroht, Dafur könne zum Massengrab für die westlichen Soldaten einer UN-Friedenstruppe werden.