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Milde Strafen für gewaltätige Polizisten beim G8-Gipfel in Genua

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Milde Strafen für gewaltätige Polizisten beim G8-Gipfel in Genua

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In Genua sind 15 Polizisten zu Gefängnisstrafen von 5 Monaten bis 5 Jahren verurteilt worden. Ihnen wird vorgeworfen, während des G8-Gipfels in Genua im Sommer 2001 Globalisierungsgegner in einer Kaserne misshandelt und ihre Autorität missbraucht zu haben. 30 weitere Angeklagte wurden freigesprochen.

Der Gipfel der acht wichtigsten Industriestaaten war von schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Gipfelgegnern geprägt. Bei Straßenschlachten wurden Hunderte verletzt, ein Demonstrant wurde getötet. Rund 250 der festgenommenen Globalisierungsgegner wurden in die Kaserne von Bolzaneto gebracht, um dort verhört zu werden. Dabei kam es zu den Übergriffen.

Der nun beendete Prozess ist einer von drei Prozessen im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Genua. Die Verhandlungen über polizeiliche Gewalt in einer Schule, wo viele Globalisierungsgegner übernachteten, steht noch aus. Wegen Verjährung könnten die Verantwortlichen jedoch straffrei ausgehen.