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Obama will Soldaten aus Irak abziehen und Al-Kaida in Afghanistan bekämpfen

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Obama will Soldaten aus Irak abziehen und Al-Kaida in Afghanistan bekämpfen

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Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat seine geplante Irak-Politik verdeutlicht. In einer Grundsatzrede in Washington kündigte Obama an, die Antiterror-Strategie der USA neu auszurichten. Die Regierung Bush habe mit dem starken Engagement im Irak falsche Prioritäten gesetzt, sagte er: “Ich werde unserer Armee an meinem ersten Tag im Amt einen neuen Auftrag geben, nämlich diesen Krieg zu beenden. Um es klar zu sagen: Wir müssen den Irak vorsichtig verlassen, nachdem wir so unvorsichtig hineingegangen sind. Wir können unsere Einheiten so umstrukturieren, dass sie in 16 Monaten wieder daheim sind.”

Dennoch will Obama den Kampf gegen den Terror fortsetzen – wenn auch anderswo: “Die wichtigste Front im Krieg gegen den Terror ist nicht der Irak und er ist es nie gewesen. Daher ist das zweite Ziel meiner neuen Strategie, Al-Kaida künftig in Afghanistan und Pakistan zu bekämpfen.”

Das Militär gilt als Obamas Achillesferse. Umfragen zufolge können sich nur 48 Prozent der Wähler Obama als guten Oberbefehlshaber vorstellen, von John McCain sagen dies 72 Prozent. Beobachter werten Obamas Rede in Washington als Versuch, dieses Manko wettzumachen.