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Reaktionen in Europa auf die mögliche Anklage des sudanesischen Präsidenten

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Reaktionen in Europa auf die mögliche Anklage des sudanesischen Präsidenten

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Während der sudanesische Präsident den Haftbefehl ablehnte und die Afrikanische Union eher verhalten reagierte, dominierte in den westlichen Ländern eine vorsichtige Zustimmung. Dabei wurde nicht vergessen, vor den möglichen Gefahren einer Anklage zu warnen, die die Menschen im Sudan weiter gefährden könnte. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zeigte sich vor allem besorgt um die Friedensbemühungen der Vereinten Nationen:

“Die sudanesische Regierung sollte alles tun, um die Sicherheit der Friedenssoldaten der UN und sämtlicher internationaler Helfer zu gewährleisten”

Der französische Außenminister Bernard Kouchner forderte konkret, die Friedensvereinbarung umzusetzen:

“Es ist die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs und Präsident Al-Baschir muss diese respektieren. Wir haben nichts gegen ihn. Aber er muss die Entscheidungen umsetzen, die ihm auferlegt werden”.

In London und mehreren anderen Städten demonstrierten Hunderte Menschen, darunter einige Flüchtlinge aus Darfur, gegen Al-Baschir. Ohne die Bestrafung des Präsidenten kann es ihrer Meinung nach in dem Land keinen Frieden geben.