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Regierungskrise in Belgien: König verhandelt mit Politikern

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Regierungskrise in Belgien: König verhandelt mit Politikern

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Der belgische König Albert II. berät in seinem Palast mit den Politikern der verschiedenen Parteien, wie es jetzt weiter gehen soll. Wieder einmal ist in Belgien eine Regierung am Ende. Die Unterschiede zwischen den beiden großen Bevölkerungsgruppen, den Flamen und den Wallonen, scheinen unüberwindbar.

Ministerpräsident Yves Leterme warf nach stundenlangen Beratungen mit König Albert das Handtuch. Der König bat sich Bedenkzeit aus. Er nahm das Rücktrittsgesuch Letermes weder an, noch lehnte er es ab.

Die Vorsitzende der flämischen Christdemokraten Marianne Thyssen sagte, Leterme habe wirklich alles Menschenmögliche getan.

Der Stellvertreter Letermes, der französisch-sprachige Finanzminister, Didier Reynders, hatte im belgischen Fernsehen noch davor gewarnt, ja nicht zu früh aufzugeben. Er sagte: “Es ist nicht so, dass unsere Bemühungen zu gar nichts geführt hätten. Es fehlt momentan an Vertrauen untereinander. Wenn wir einander wieder vertrauen könnten, ginge es auch weiter.”

Die Opposition verlangt Neuwahlen.