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Brüssel setzt Polen ein Ultimatum

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Brüssel setzt Polen ein Ultimatum

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Tausende Werft-Arbeiter haben an der polnischen Ostsee-Küste demonstriert. Auf einigen Spruchbändern war zu lesen: Früher Moskau, heute Brüssel. Die Demonstranten in Gdingen und Stettin befürchten, dass bis zu 60.000 Stellen gestrichen werden könnten. Die Wut richtet sich gegen Brüssel, weil die Eu-Kommission der Regierung in Warschau ein Ultimatum gesetzt hat. “Die Kommission muss alle Werften in den Mitgliedsstaaten gleich behandeln und muss dafür sorgen, dass keine auf unfaire Weise zu Wettbewerbsvorteilen kommt”, so ein Sprecher der Kommission. “Denn das würde zu Stellenverlusten in anderen Mitgliedsstaaten führen.”

Polen subventioniert die Werften.und verstösst damit gegen EU-Recht. Es geht um Milliarden. Der Chef der Stettiner Werft, Artur Trzeciakowski meint:
“Es lohnt sich die Werft am Leben zu erhalten, nicht nur weil die hier gebauten Schiffe in Europa mehrfach ausgezeichnet wurden, sondern auch weil die hohen qualitativen und technischen Standards uns die Möglichkeit geben, auf dem Weltmarkt zu konkurrieren.“Gdingen profitierte von Finanzspritzen in Höhe von einer halben Milliarde Euro, Stettin erhielt Hilfen von mehr als 160 Millionen Euro. Legt die Regierung in Warschau bis zum 12. September keine Sanierungspläne vor, so drohen riesige Rückzahlungen an Brüssel.