Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um Soja: Massendemonstrationen in Argentinien

Sie lesen gerade:

Streit um Soja: Massendemonstrationen in Argentinien

Schriftgrösse Aa Aa

In Argentinien ist es im Streit um die Exportsteuer zu Massendemonstrationen von Unterstützern und Gegnern der geplanten Abgaben gekommen.
 
Die Regierungspartei ist für eine weitere Anhebung der mitunter bei 48 Prozent liegenden Exportsteuer auf Agrarprodukte wie Sojabohnen und Sonnenblumenkerne.
 
Bauernverbände und Opposition sehen darin den Ruin der Kleinbauern.
 
Der ehemalige Präsident und Ehemann der jetzigen Präsidentin, Nestor Kirchner, sagte in Buenos Aires,
die Abgaben seien gerechtfertigt, weil sie für den Aufbau des Landes und der Demokratie in Argentinien unerlässlich seien.
 
Die Abgeordnetenkammer stimmte den Plänen zur Erhöhung der Steuer bereits zu. Heute stimmt der Senat ab.
 
Die Bauern sprechen von einer schleichenden Enteignung. Nurmehr Großgrundbesitzer seien in der Lage, solch hohe Steuern zu bezahlen.
 
Argentinien ist der drittgrösste Soja-Produzent der Welt, mehr als 95 Prozent der Produktion werden ausgeführt. Die Preise sind zuletzt stark gestiegen doch die Gewinne schlagen vor allem bei großen Kapitalgesellschaften zu Buche. Kleinere Höfe haben kaum Anteil am Profit.