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Vor 90 Jahren wurde die Zarenfamilie erschossen

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Vor 90 Jahren wurde die Zarenfamilie erschossen

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An diesem Orte wurde am 17. Juli 1918 der letzte russische Zar mit Frau und Kindern ermordet.
Die Bolschewiki hielten die entmachtete Herrscherfamilie in Jekaterinburg im Ural gefangen. Als im Sommer 1918 die Stadt von weißgardistischen Truppen eingeschlossen wurde, befahl Bolschewistenführer Lenin, Nikolaus II. und seine Familie zu erschießen, aus Furcht, daß die Zarenfamilie den Gegnern der Bolschewiki als lebendiges Symbol dienen können.

Olga Nikolajewna Kulikowskaja- Romanowa
sprach am Jahrestag von Kälte, Grausamkeit und schmerzlichen Empfindungen, die sich für die Familie Romanow mit der Stadt Jekaterinburg verbinden.

Der 1868 geborene Nikolaj aus dem Hause Romanow herrschte 23 Jahre als Zar Nikolaus II.
Er war ein Alleinherrscher, der alle Reformen ablehnte und statt dessen sein Land in verlustreiche Kriege führte.
Auf den russisch-japanischen Krieg folgte 1905 der als “Petersburger Blutsonntag “ in die Geschichte eingegangene erste Massenprotest gegen den Zaren.

Nach der bürgerlichen Februarrevolution 1917 mußte der Zar abdanken. Für einige Monate lebte die Familie zunächst im Hausarrest im Schloß von Zarskoje Zelo in der Nähe von Sankt Petersburg.
Nach ihrer siegreichen Oktoberrevolution verbannten die Bolschewiki die Romanows zunächst nach Tobolsk und zuletzt nach Jekaterinburg im Ural.
Erst am Vorabend ihres 90. Todestages wird die Familie im Tode vereint. So lange hat es gedauert, bis auch sterbliche Überreste des Zarensohnes Alexej und der sagenumwobenen jüngsten Zarentochter Anastasia einwandfrei zugeordnet werden konnten.

Die Gebeine der anderen Familienmitglieder und einiger Bediensteter waren 1991 geborgen und sieben Jahre später feierlich beigesetzt worden.

Dazu hatte der erste demokratisch gewählte Präsident Russlands, Boris Jelzin, die Kirche zum “Heiligen Blut” wieder aufbauen lassen – die Jahrzehnte zuvor auf Befehl des kommunistischen Gebietschefs Boris Jelzin abgerissen worden war.