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Anglikanischer Kirche droht auf Konferenz die Spaltung

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Anglikanischer Kirche droht auf Konferenz die Spaltung

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Vor dem Hintergrund einer drohenden Kirchenspaltung haben sich im englischen Canterbury rund 650 anglikanische Bischöfe aus allen Teilen der Welt zur so genannten Lambeth-Konferenz versammelt. Gastgeber ist der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams. In den kommenden Tagen soll es um kontroverse Themen gehen, nämlich um Homosexualität und die Bischofsweihe von Frauen.

Fast 250 konservative Bischöfe boykottieren die Konferenz, die meisten von ihnen aus Afrika, wo mehr als zwei Drittel der 80 Millionen Mitglieder der anglikanischen Kirche zu finden sind. Ein entschiedener Gegner der Zulassung homosexueller Geistlicher ist der Erzbischof von Ruanda, Emmanuel Kolini, der der Konferenz ebenfalls aus Protest fernblieb. “Das könnte das Ende des Christentums in Afrika bedeuten”, meint er. “Wir müssen viele Herausforderungen bewältigen und wenn wir nur einen einzigen, kleinen Fehler machen, stirbt das Christentum südlich der Sahara ebenso wie in Nordafrika.”

Konservative Geistlichen empören sich vor allem über den homosexuellen US-Bischof Gene Robinson, der 2003 geweiht wurde. Um Streitigkeiten zu vermeiden wurde Robinson nicht zur Konferenz eingeladen. Höchst umstritten ist auch die Entscheidung der Synode von England, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen. Außerhalb von England haben bereits 15 anglikanische Kirchen den Weg für die Bischofsordination von Frauen frei gemacht. So steht etwa Katharine Jefferts Schori an der Spitze der Episkopalisten in den USA.