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Missbrauch des Rot-Kreuz-Symbols bei Betancourt-Befreiung sorgt für Aufregung

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Missbrauch des Rot-Kreuz-Symbols bei Betancourt-Befreiung sorgt für Aufregung

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Bei der Befreiung der kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt und weiterer Geiseln aus der Gewalt der FARC-Rebellen ist das Rotkreuz-Symbol missbräuchlich verwendet worden. Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe gab zu, dass ein Soldat das Symbol getragen habe. Nach der Genfer Konvention dürfen das Rote Kreuz und der Rote Halbmond nur von den jeweiligen Organisationen genutzt werden. “Wir bitten das Internationale Komitee des Roten Kreuzes um Entschuldigung”, sagte Uribe. Und: “Ich ersuche auch darum, dass der Name des Soldaten, der diesen Fehler gemacht hat, geheim gehalten wird.”

Auf dem Video, das die Befreiung der Geiseln zeigt, ist zu sehen, dass einer der Soldaten das Rot-Kreuz-Symbol trägt. Er habe um sein Leben gefürchtet, sagte Uribe, und daher ein Stück Stoff mit dem Zeichen übergestreift. Der Sprecher des Roten Kreuzes in Kolumbien, Yves Heller, verwies darauf, dass das Symbol unter allen Umständen respektiert werden müsse, denn es sei ein Zeichen, das Schutz verspreche. Tatsächlich könnte der Missbrauch des Logos künftige Geiselbefreiungen in Kolumbien erschweren, da die Geiseln meist an Rotkreuz-Mitarbeiter übergeben werden. Sanktionsmöglichkeiten hat das Rote Kreuz allerdings nicht.