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Das Erbe des großen Nelson Mandela

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Das Erbe des großen Nelson Mandela

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Am 10. Mai 1994 leistete Nelson Mandela seinen Amtseid als erster schwarzer Präsident Südafrikas. Ein wahrhaft historisches Ereignis nach den Jahrzehnten der Apartheid!!
Der Mann, der für seine Überzeugung 27 Jahre im Gefängnis zubrachte, besaß danach die Größe, sich für Versöhnung der ehemaligen Feinde einzusetzen. Das sah er aus Voraussetzung an für ein künftig friedliches Miteinander. Allerdings machte es dieser weltweit geachtete Mann auch jedem Nachfolger sehr schwer, der sich an Mandelas Größe messen lassen muß.

Das bekam sein direkter Nachfolger Thabo Mbeki zu spüren, der 1999 die Wahl gewann – als der große alte Mann sich aufs politische Altenteil zurückzog. Er trat an unter der Losung: “Kampf für Wandel”. Neun jahre später sagt Mbeki:

“ Der Aufbau einer nicht-rassistischen Gesellschaft entspricht den Bedürfnissen der Armen im Land und führt Südafrika zurück in die internationale Gemeinschaft.”

Allerdings gestaltet sich der Wandel schwieriger, als es in der ersten Freude über das Ende der Rassentrennung manch einer von Mandelas jungen Anhängern geglaubt hat.
Noch immer ist die “Regenbogen-Nation” tief gespalten – nur jetzt wie andere Länder auch in arm und reich. Nur wenige Schwarze haben den Aufstieg geschafft. 40 % der Einwohner leben in Armut, und rutschen immer wieder in den Teufelskreis von Armut und
Kriminalität .

Ein besonders schlimmes Problem ist die hohe Aids-Rate, geschuldet auch der Leugnungspolitik von Präsident Mbeki. Südafrika hat mehr als eine Million Aids-Waisen.

Und auch sein Schweigen zur brutalen Machtpolitik seines simbabweschen Nachbarn Robert Mugabe fällt nun auf Präsident Mbeki zurück.

Inzwischen hat der Ansturm der Flüchtlinge zu Unruhen in Südafrika geführt.
Und Nelson Mandela hat sich mit Kritik an Mugabe wieder zu Wort gemeldet.