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Ministerpräsident der Deutschen Gemeinschaft Vermittler in belgischer Staatskrise

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Ministerpräsident der Deutschen Gemeinschaft Vermittler in belgischer Staatskrise

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Der belgische König Albert II. hat das Rücktrittsgesuch von Ministerpräsident Yves Leterme abgelehnt. Drei vom König bestellte Vermittler, der wallonische Zentrumspolitiker Raymond Langendries und der Brüsseler Liberale Francois Xavier de Donnea und der Ministerpräsidenten der deutschen Gemeinschaft Karl-Heinz Lambertz sollen einen Ausweg aus den festgefahrenen Verhandlungen über eine Staatsreform finden.

Die Präsidentin der flämischen Christdemokraten, Marianne Thyssen äußerte sich zufrieden mit der Entscheidung des Königs und hob hervor, daß der Ball, wie schon lange gefordert, jetzt im Lager der Frankophonen liege.

Der Chef der wallonischen Liberalen, Didier Reynders, ist erleichtert, daß sich die Regierung jetzt den wichtigen politischen Probleme widmen kann: “Jetzt kann sich die Lage beruhigen und Ende Juli haben wir einen konkreten Vorschlag, wie es weitergehen soll. Jetzt können wir an die Arbeit gehen”, stellte Reynders fest.

Lediglich von Seiten der wallonischen Sozialisten gab es unverholene Kritik am Vorgehen des Königs.

Die Bestellung des Ministerpräsidenten der Deutschen emeinschaft, Lambertz, zum Vermittler bezeichneten der flämische Politiker Jean-Marie Dedecker als lächerlich. Da hätte man ebensogut den kongolesische Präsident Kabila mit einer Vermittlerrolle betrauen können.