Eilmeldung

Eilmeldung

Nach EU-Korruptionsvorwürfen will Sofia sein Image aufpolieren

Sie lesen gerade:

Nach EU-Korruptionsvorwürfen will Sofia sein Image aufpolieren

Schriftgrösse Aa Aa

Dicke Luft zwischen der EU und Bulgarien: Die EU-Kommission will mehr als 600 Millionen Euro aus dem Förderprogramm PHARE blockieren. Grund dafür ist ein Bericht der Betrugsbehörde OLAF, wonach ein kriminelles Netzwerk die EU-Fonds um mehrere Millionen an Fördergeldern betrogen haben soll. Zudem soll die bulgarische Regierung die Machenschaften gedeckt haben. Ministerpräsident Sergej Stanischew wies dies entschieden zurück. “Ich kann diese falschen Anschuldigungen nicht akzeptieren”, sagte er. “Die bulgarische Staatsspitze hat in der Vergangenheit ausreichend bewiesen, dass sie korrekt arbeitet, etwa wenn es um die Transparenz der Wahlkampagne geht.”

Die bulgarische Opposition bereitet ein Misstrauensvotum gegen die Regierung vor. Bulgarien habe wegen der Missachtung von EU-Regeln materielle und moralische Schäden erlitten, sagte der Chef des Bundes der freien Demokraten, Stefan Sofianski. Für das Votum am 24. Juli habe man bereits 80 Unterschriften von Abgeordneten gesammelt – 48 wären nötig gewesen.

Die direkte Reaktion aus Sofia auf die EU-Kritik fiel eigenwillig aus: Die Regierung beauftragte eine österreichische PR-Agentur mit einer Image-Kampagne, um das Ansehen des Landes aufzubessern. Kostenpunkt: knapp eine Million Euro.