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Wieder Störfall in französischem Atomkraftwerk

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Wieder Störfall in französischem Atomkraftwerk

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Zehn Tage nach dem Atomunfall in der französischen Anlage Tricastin hat es einen neuen Vorfall in einem anderem Werk gegeben. Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde gibt es in einem Atomkraftwerk im Südosten Frankreichs ein Leck in der Kanalisation. Unterdessen ist Anne Lauvergeon, die Chefin des französischen Atomkonzerns Areva, nach Tricastin gereist.
Bei der betriebsinternen Anhörung soll sie im Auftrag von Umweltminister Jean-Louis Borloo den Vorfall aufklären und Fehlverhalten streng bestrafen. Borloo kündigte an, das Grundwasser in der Nähe aller französischen Atomanlagen werde untersucht. Es gebe offenbar keine Gefahr, trotzdem sollten die Analysen vorgenommen werden.

In der Anlage Tricastin war aus der Reinigungsanlage radioaktive Flüssigkeit in die Umwelt gelangt. Die Bewohner im Umkreis sind besorgt: Sie dürfen nicht fischen, baden und auch kein Leitungswasser mehr trinken.