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Italienisches Rotes Kreuz besucht Lager voin Roma und Sinti

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Italienisches Rotes Kreuz besucht Lager voin Roma und Sinti

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Das italienische Rote Kreuz hat damit begonnen, Lager der Roma und Sinti zu besuchen, um eine Bestandsaufnahme der dortigen Bevölkerung vorzunehmen. Vetreter der Organisation besuchten zunächst ein Lager im Südwesten Roms. Insgesamt sollen in derartigen Camps rund um die italienischen Hauptstadt bis zu 10.000 Menschen leben. Massimo Barra, Präsident des italienischen Roten Kreuzes, betonte, es gehe nicht darum, Fingerabdrücke oder andere Identifizierungen vorzunehmen. Es handle sich um eine ausschließlich humanitäre Aktion, um mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, die ständig ausgegrenzt, stigmatisiert und diskriminiert würden. Man wolle sie alle kennenlernen und jedem Einzelnen helfen. Die vom Roten Kreuz gesammelten Daten sollen gespeichert werden und auf Verlangen der Verwaltung zugänglich sein. In erster Linie gehe es um Fragen wie Schulpflicht für die vielen Kinder, Impfungen und eventuelle Krankheiten. Die neue italienische Regierung von Silvio Berlusconi hatte scharfe Maßnahmen gegen die Rom angekündigt, angeblich, um gegen die Kriminalität vorzugehen. Diese Maßnahmen waren als rassistisch und diskriminierend kritisiert worden.