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Landreform in Kuba

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Landreform in Kuba

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Mit einer Landreform soll die Lebensmittelversorgung in Kuba verbessert werden.
Präsident Raul Castro will die bereits Anfang des Jahres angekündigte Verteilung staatlicher Agrarflächen an Bauern in die Tat umsetzen. Nach einem Bericht der Parteizeitung Granma unterzeichnete Castro ein entsprechendes Dekret.

Es gebe viel ungenutztes Agrarland, sagte Omar Valdez, der in einer Kooperative arbeitet. Er begrüßte die Maßnahme der Regierung: Die Menschen, die auf dem Lande lebten, seien bereit, zu arbeiten und das Land zu nutzen.

In der Parteizeitung hieß es, mit der Zuteilung ungenutzter Agrar-Flächen solle die Produktion angekurbelt werden. Derzeit muss Kuba weit über 600 Millionen Euro pro Jahr für Lebensmittelimporte aufbringen. Das wäre dann wahrscheinlich nicht mehr nötig, sagte die Händlerin Dalji Perez: Wenn das brachliegende Land genutzt werde, könne Kuba die benötigten Lebensmittel selber produzieren.

Das Land geht allerdings nicht in den Besitz der Bauern über. So können sie es nicht an Dritte verkaufen. Die Zuteilung ist zunächst begrenzt – für Einzelpersonen auf zehn Jahre; bei Kooperativen sind es 25 Jahre. Die Dauer könne aber erweitert werden, hieß es.