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Washington will mit Bagdad erstmals über Truppenabzugspläne sprechen

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Washington will mit Bagdad erstmals über Truppenabzugspläne sprechen

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Die amerikanische Regierung hat erstmals erklärt, bei Verhandlungen mit dem Irak werde es auch um Zeitpläne für eine Truppenverringerung gehen. Washington hatte es bislang abgelehnt, bei den Verhandlungen über den Status der US-Truppen auf die Forderung Bagdads nach konkreten Abzugsplänen einzugehen. Nun teilte das Weiße Haus mit, US-Präsident George W Bush und der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki seien bei einer Videokonferenz angesichts der verbesserten Sicherheitslage im Irak übereingekommen, dass “die Verhandlungen auch einen allgemeinen Zeithorizont für angestrebte Ziele beinhalten können”; zu diesen Zielen zählten die Wiederaufnahme der Kontrolle in den Städten durch irakische Sicherheitskräfte wie auch eine weitere Verringerung der US-Kampftruppen.

Bush und Al-Maliki stimmten den Angaben zufolge aber auch überein, dass diese Ziele “auf einer weiter verbesserten Sicherheitslage basieren und nicht auf einem willkürlich gesetzten Abzugsdatum”. Das Mandat der Vereinten Nationen für den Einsatz der multinationalen Streitkräfte im Irak läuft Ende des Jahres aus.