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Brown fordert israelischen Siedlungsstopp

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Brown fordert israelischen Siedlungsstopp

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Der britische Premierminister Gordon Brown hat die Forderung nach einem israelischen Siedlungsstopp bekräftigt. Der geplante Ausbau erschwere den Frieden und erhöhe die Leiden der Palästinenser, sagte Brown in Jerusalem. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert entgegnete, er habe versucht zu erklären, welche Zwänge sich Israel selbst auferlege; andererseits müsse das Leben weitergehen. Er hoffe, dass Brown trotz seiner Kritik die israelische Position besser verstehe. Er könne die Hindernisse nachvollziehen, so Brown, doch gebe es große Chancen für den Frieden. Er habe an alle Seiten appeliert, diese zu nutzen und an einem dauerhaften Friedensabkommen zu arbeiten. Ziel müsse ein lebensfähiger Palästinenserstaat an der Seite eines sicheren Israel sein, mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten. Bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Bethlehem hatte Brown zuvor die Bedeutung wirtschaftlicher und sozialer Verbesserungen für den Frieden betont. Er versprach zusätzliche Finanzhilfen von knapp 40 Millionen Euro und Unterstützung bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten. Zum Abschluss seiner ersten Nahost-Visite als Regierungschef will Brown eine Rede vor dem israelischen Parlament halten.